
Muttertag: Einmal Blumen, 364 Tage Care-Arbeit
Es ist wieder soweit: Am Muttertag gibt es Blumen und Dankesworte für Frauen* und Mütter – doch der Rest des Jahres bleibt die unbezahlte Care-Arbeit meist an ihnen hängen, oft unsichtbar und mit spürbaren Folgen für Einkommen, Zeit und Lebensrealität.
5 Fakten, die mehr sagen als jeder Blumenstrauß:
• Im deutschsprachigen Raum leisten Frauen* rund 44 Prozent mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer.
• Frauen* verbringen täglich deutlich mehr Zeit mit Haushalt, Kinderbetreuung und Pflegearbeit als Männer.
• Viele Mütter arbeiten Teilzeit, weil Betreuung und Familienorganisation sonst nicht funktionieren würden.
• Mental Load liegt meist bei Frauen*.
• Die Folgen sind messbar: weniger eigenes Einkommen, schlechtere Karrierechancen und ein höheres Risiko für Altersarmut.
5 Möglichkeiten, die wirklich etwas verändern würden:
• Verantwortung im Alltag konsequent teilen, nicht nur „helfen“.
• Tage und Nächte ohne Zuständigkeit für Care-Arbeit ermöglichen.
• Mental Load sichtbar machen und aktiv mittragen.
• Arbeitsmodelle schaffen, die Care-Arbeit real mitdenken.
• Fürsorge als gesellschaftliche Aufgabe behandeln, nicht als Privatsache.
4 Buchtipps für Frauen*, Mamas und Männer:
• „Too Much“ von Lea Joy Friedel: Geld, Energie, Zeit, Macht – von Frauen wird mehr verlangt. Eine pointierte Analyse, die zeigt, wie es gerechter gehen könnte.
• „Unter Wert“ von Emma Holten: Darüber, warum von Frauen geleistete Care-Arbeit politisch und wirtschaftlich niemals von Bedeutung war.
• „Entromantisiert euch!“ von Beatrice Frasl: Über romantisierte Rollenbilder, das Märchen der großen Liebe und ein Umdenken.
• „Alle meine Mütter“ von Lena Gorelik: Ein feinfühliger Roman der vielleicht prägendsten Beziehung unseres Lebens.
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