funk tank Merch Drop #1: Mein Zyklus ist politisch

Die erste funk tank-Kollektion ist für alle, die Weiblichkeit in ihrer ganzen Vielfalt feiern und supporten.

„Mein Zyklus ist politisch“ ist kein Claim, den wir uns ausgedacht haben, weil er gut klingt. Es ist ein Satz, der mich schon lange begleitet. Weil ich immer wieder merke, wie stark weibliche Erfahrungen – physisch wie psychisch – gesellschaftlich bewertet, eingeordnet oder auch ignoriert werden. Und wie sehr genau darin politische Dimensionen liegen.

Diese Kollektion ist für mich ein Missing Link. Etwas, das ich selbst oft gebraucht hätte – als Zeichen, als Haltung, als Möglichkeit, sichtbar zu machen, was sonst unsichtbar bleibt. Nicht perfekt, nicht abgeschlossen, sondern ehrlich. Für leise und laute Stimmen. Für Momente der Stärke und für Zeiten des Zweifels. Eine Huldigung an den Facettenreichtum von Weiblichkeit und ein Zeichen von Mitgefühl für die, die unsere Stimme brauchen.

Dass wir das jetzt umsetzen konnten, fühlt sich immer noch ein bisschen unwirklich an. Weil so viele Menschen daran beteiligt waren, die an die Idee geglaubt haben – von der Produktion bis zu meinen Freund*innen, die Teil der Kampagne geworden sind. Es ist kein klassisches Business-Projekt. Und ja, auch keines, mit dem man in dieser Größenordnung wirklich Geld verdient.

Mir geht es darum, etwas zu schaffen, das Haltung zeigt – und gleichzeitig zu unserer Arbeit als unabhängiges Medium passt. Wer diese Kollektion kauft, unterstützt nicht nur ein Produkt mit Aussage, sondern auch unabhängigen Journalismus und jede weitere Story von uns.

Auch die Art, wie wir produzieren, ist Teil dieser Haltung: On Demand, auf Vorbestellung, nachhaltig. Keine Überproduktion, keine unnötigen Ressourcen. Jedes Stück wird erst gefertigt, wenn es bestellt wird. Das bedeutet auch: warten. Aber vielleicht ist genau das ein Anfang der Veränderung, die wir alle brauchen.

Diese Kollektion ist auf zwei Wochen limitiert und kann bis zum 3. Mai vorbestellt werden. Geliefert wird ab dem 18. Mai. Und weil das erst der Anfang ist, wird es von uns immer wieder Gedankenstoff zum Anziehen geben.

Danke an alle, die das möglich gemacht haben und an alle, die sich darin wiederfinden. Let’s empower the world!

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Du kannst die nachhaltige Kollektion Mein Zyklus ist politisch bis 3. Mai vorbestellen, die Lieferung der Ware erfolgt in der Woche ab dem 18. Mai. Hier geht es zum Shop!

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Wegschauen ist keine Option

In mir brodelt es seit Tagen. Mehr als sonst. Es geht so weit, dass ich nicht schlafen kann, weil sich in mir so viele Emotionen vermischen: Wut, Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit, Ekel, Entschlossenheit, Erleichterung, Dankbarkeit.

Und gleichzeitig ist da diese Müdigkeit, meine Meinung kundzutun – weil ich gefühlt schon alles tausendfach gesagt, geschrieben, geschrien oder geweint habe. Und weil im Außen längst sehr viel Wertvolles, Richtiges und Wichtiges dazu gesagt wurde.

Die momentan medial sehr präsenten Fälle sind unterschiedlich, haben aber einen gemeinsamen Nenner: Männer, die Frauen erniedrigen. Das geht sehr nahe – auf verschiedenen Ebenen: auf der einer Mutter, einer Tochter, einer Freundin, einer Liebenden, einer Frau, eines Menschen.

Und dann gibt es da immer wieder Bagatellisierungen. Bemerkungen in meinem Umfeld, auf Social Media, in der Öffentlichkeit. Und genau deswegen ist noch immer nicht alles gesagt. Und das Brodeln hört nicht auf.

Solange Männer sich abputzen, wegschauen und keine Meinung beziehen, weil sie ja selbst „nicht so sind“ und andere Männer nicht in die Verantwortung nehmen;
solange Frauen, die laut sind und für ihre Rechte kämpfen, als Männerhasserinnen oder frustrierte Feministinnen bezeichnet werden;
solange Männer Frauen klein machen – im beruflichen, privaten oder öffentlichen Bereich, physisch wie psychisch;
solange misogyne und abwertende Witze über Frauen gemacht werden und andere darüber lachen, anstatt sie zu hinterfragen;
solange Männer schweigen, mit Klagen drohen oder sich entziehen, sobald ihre Macht zu bröckeln droht – solange ist jedes Wort lebensnotwendig, um eine langfristige, strukturelle Veränderung im Inneren und im Äußeren zu schaffen.

Und genau deshalb: Männer, hört auf, euch hinter „ich bin nicht so“ zu verstecken. Dieses Wegschauen, dieses Schweigen, dieses Relativieren – das ist Teil des Problems. Solange ihr nichts sagt, nichts tut, nichts riskiert, steht ihr nicht daneben. Ihr steht auf der falschen Seite.

Also hört auf, bequem zu sein. Hört auf, euch rauszuhalten. Werdet laut, wenn andere leise bleiben.
Greift ein, wenn andere lachen. Stellt euch gegen Männer, auch dann, wenn es unangenehm ist, wenn es euch etwas kostet, wenn es euer eigenes Umfeld betrifft. Und hinterfragt auch euer eigenes Handeln. Ehrlich. Konsequent. Ohne Ausreden.

Denn Veränderung passiert nicht durch Distanz. Sie passiert durch Haltung. Und die zeigt sich genau dann, wenn es unbequem wird.

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funk tank ist online

Zum Einen spielen sich in der Welt gerade Tragödien ab, die sprachlos machen und wo es ein Ding des Unmöglichen wird, „Gut“ und „Böse“ auseinander zu halten. Dürfen wir, die Privilegierten, werten? Sollen wir, die Unbeteiligten, überhaupt öffentlich Stellung beziehen? Können wir, die Machtlosen, irgendetwas bewirken? Und ist es in Ordnung, das eigene Leben wie gewohnt weiter zu führen? Ich habe keine befriedigenden Antworten auf all diese Fragen. Und natürlich habe ich mir auch die Frage gestellt, ob es der passende Zeitpunkt ist, gerade jetzt ein Online-Magazin herauszubringen. Diese Frage kann ich mittlerweile mit einem klaren „JA“ beantworten. Weil wir hier in Zukunft genau über solche Themen aus philosophischer Sicht diskutieren werden. Mit Menschen, die all diese Fragen besser beantworten können und uns bekräftigen, die passenden Entscheidungen zu treffen.

Zum anderen haben wir monatelang an der Idee für ein neues Magazin gearbeitet. Herausgekommen ist funk tank, eine Plattform, die sich mit den Themengebieten Kunst, Kultur und Lebensart auseinandersetzt. Für Vordenker*innen, Sinnstifter*innen, Provokateur*innen und Visionär*innen, die ihren Weg mit Tiefgang und Humor beschreiten.

Obwohl ich schon seit Jahrzehnten im Medienbereich tätig bin, befinde ich mich momentan in einer Gefühlswelt irgendwo zwischen Freude, Ehrfurcht und Nervosität, weil es ab jetzt ein neues Online-Magazin gibt, für das ich die volle Verantwortung trage, weil es an der Zeit war, nicht mehr nur anderen Medien zuzuarbeiten, sondern selbst gestalten zu können, und weil das ohne die Superpower von wunderbaren Autor*innen, Berater*innen und Gestalter*innen sowie meine Familie, die immer wieder auf meine 10 Monate alte Tochter aufpasst, während ich das Projekt betreue, nicht zu Stande gekommen wäre und nicht weiter zu führen ist.

Jetzt ist es also so weit. funk tank ist online. Ich bin wahnsinnig stolz auf dieses wunderbare Team und freue mich auf inspirierenden Gesprächsstoff, unterhaltsame Geschichten und tiefgründige Denkanstöße. Der Funke sprüht, der Tank ist voll mit Inspiration und Energie …

Willkommen bei funk tank! Ich wünsche euch viel Vergnügen!

Eure Alicia

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